Post-Vakzin-Syndrom

Das „Post-Vakzin-Syndrom“, „Post-Vac-Syndrom“, „Long-COVID nach Impfung“, “Post-COVID nach Impfung“:
Schwere anhaltende unerwünschte Wirkungen der Impfungen gegenüber SARS-CoV-2

Das “Post-Vakzin-Syndrom” ist eine Erkrankung, die ohne eine Impfung, nicht aufgetreten wäre.
Mittlerweile haben sich Bezeichnungen für das Phänomen der schweren, langanhaltenden unerwünschten Wirkungen der Impfungen gegenüber SARS-CoV-2 gefunden und bei Betroffenen und ihren Behandlern etabliert.
Einen ICD-Code gibt es für diese Erkrankung nicht.
Hinweise für die Diagnostik und Behandlung gibt es einige, jedoch keine von „offizieller“ Stelle, keine „evidence based medicine“.
Doch es gibt Erfahrungen, Einzelfallveröffentlichungen (sogenannte Case-Reports), Fallserien sowie eine Reihe von Studien.
Alle weisen darauf hin, dass die klinischen Phänomene und Pathomechanismen denjenigen ähneln, die sich auch bei Long- und Post-COVID nach COVID-Erkrankung finden, nur ohne stattgehabte Infektion.
Die Hinweise mehren sich, dass das Impfspike-Protein und andere Inhaltsstoffe der Impfstoffe diese Phänomene auslösen, insbesondere wird die S1-Untereinheit des Spikeproteins als hierfür verantwortlich angesehen.

Viele Betroffene können eine Reihe subklinischer Ereignisse und Pathomechanismen aufweisen, welche z.T. später evident werden oder bereits früh eine komplexe klinische Symptomkonstellation zeigen.

Betroffene leiden unter einer Kombination zahlreicher und schwerwiegender Symptome. Eine Reihe dieser Nebenwirkungen sind bereits aus den Zulassungsstudien bekannt. Auch das Paul-Ehrlich-Institut hat viele dieser Nebenwirkungen in den Sicherheitsberichten aufgeführt.

Bisher wurde davon ausgegangen, dass die Nebenwirkungen als Einzelsymptome zu erfassen sind. Unsere Forschung hat jedoch aufgezeigt, dass die Betroffenen überwiegend nicht unter Einzelsymptomen, sondern unter komplexen Konstellationen mehrerer Symptome leiden. Diese Konstellationen der Symptome sind individuell unterschiedlich.

Die jeweils individuelle Gesamtheit der Symptome macht das sogenannte “Post-Vakzin-Syndrom” aus.

Mit welchen Symptomen sind die Betroffenen, ihr Umfeld und die Behandelnden konfrontiert?

Es zeigt sich ein buntes klinisches Bild.
Es lassen sich Phasen der Hyperinflammation beobachten, begleitet von klassischen Symptomen des ME/ CFS- Komplexes.

Hier folgt in Kürze eine genauere Symptomübersicht.

Wohin können Betroffene sich wenden?

Die erste Anlaufstelle ist die hausärztliche Praxis. Hier können die wichtigsten Untersuchungen und therapeutischen Maßnahmen veranlasst werden.
Ggf. werden, je nach Symptomschwerpunkt, fachärztliche Untersuchungen erforderlich, zum Beispiel bei Hämostaseologen oder Hämatologen, Neurologen, Ophthalmologen, Kardiologen.
Es besteht die Möglichkeit, sich in einer Post-COVID-Ambulanz vorzustellen.

Es gibt eine ausgewiesene universitäre Anlaufstelle, die Post-Vac-Ambulanz der Universitätsmedizin Marburg. Dort befinden sich derzeit nach Aussage der Abteilung mehrere Tausend Betroffene auf der Warteliste. Die Wartezeit für einen Ersttermin beträgt nach eigenen Erfahrungen aktuell ca. 6-12 Monate.
Kinder und Jugendliche werden dort nicht untersucht und nicht behandelt.

Eine ausgewiesene Anlaufstelle für Kinder- und Jugendliche, die oft schwer von diesem Krankheitsbild betroffen sind und die weder an Alltags- noch Freizeitaktivitäten teilhaben können, gibt es aktuell noch nicht.

Es kann für Betroffene hilfreich und entlastend sein, sich an Selbsthilfegruppen zu wenden. Diese finden z.T. in Präsenz statt. Es gibt jedoch auch virtuelle Angebote, die für die schwer kranken Menschen oft zugänglicher sein mögen.

Welche Pathomechanismen sind bekannt?

Wie auch bei Long-/ Post-COVID ist noch nicht abschließend geklärt, wie es zu einem “Post-Vakzin-Syndrom” kommt und welche Prozesse bei diesem ablaufen.
Im Gegensatz zu “Long-/ Post-COVID” findet zu diesem Phänomen allerdings auch keine systematische Forschung statt.

Es gibt Vermutungen und Erfahrungen, und für diese gibt es einzelne Belege, welche sich in weiten Teilen mit jenen decken, die auch auf “Long-/ Post-COVID” zutreffen.
Mit einem Unterschied: Sind es Virusreste oder Viren, die bei “Long-/ Post-COVID” persistieren, so sind es bei “Post-Vakzin-Syndrom” Impf-induzierte mRNA und Spikeproteine, die sich noch Monate nach der Impfung in verschiedenen Geweben nachweisen lassen und hohe Antikörpertiter gegenüber S-Protein verursachen. Ob die Impf-Spike-Proteine jemals verschwinden werden und auf welche Weise, ist offen, denn bisher steht die Forschung zu diesen Themen noch am Anfang.

„Evidenzbasierte Aussagen“ lassen sich aktuell also weder zu Pathomechanismen noch zu Diagnostik oder Therapie treffen.

Doch es gibt Erfahrungen und Hinweise aus der aktuellen Literatur.

Die Theorien ähneln also denjenigen, die auf “Long-/ Post-COVID” zutreffen:

Fehlgeleitete Reaktionen des Immunsystems, und in diesem Rahmen:

  • Hyper-/ Autoinflammation/ Verschiebungen im zellulären und humoralen Immunstatus mit u.a. Autoantikörperbildung und Mastzellaktivierungssyndrom
  • Neuroinflammation
  • Endothelitis (am ehesten durch Spikeprotein-induzierte Immunkomplexe)
  • Gerinnungsstörung
  • Spike-Protein-Persistenz (mit konsekutiven Entzündungs- und Gerinnungsprozessen)
  • Reaktivierung vorbestehender Infektionserkrankungen wie EBV, Herpes simplex, Herpes Zoster, Mykoplasmen

Wie lässt sich therapeutisch vorgehen?

Es gibt bereits zahlreiche Behandlungsprotokolle und verschiedene Herangehensweisen an dieses Krankheitsbild.

Wichtig erscheint, analog zu “Long-/ Post-COVID”, dass alle bereits bekannten Aspekte dieses komplexen Krankheitsbildes bedacht werden. Die Therapie sollte individuell an die Symptomatik und Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sowie regelmäßig mit diesen gemeinsam evaluiert und angepasst werden.

Eine Kombination verschiedener Behandlungsmethoden, individuell zusammengestellt, kann zu einer Besserung führen.

Sie finden Anregungen hierzu in unseren Leitfäden, in denen wir erfahrungsbasiert und literaturbasiert, im interdisziplinären und internationalen Austausch unter Heilkundlichen und Wissenschaftlern anderer Bereiche zusammengetragen haben, was bekannt ist und mit Erfahrungen aus Patientenbehandlungen und Literatur gestützt werden kann.

Unsere Arbeitsergebnisse sind lediglich eine Annäherung an dieses hochkomplexe und bisher wenig erforschte Geschehen. Sie können einen Anspruch auf Vollständigkeit und Heilungs- sowie Verträglichkeitsgarantie nicht erfüllen.

Die Durchführung strukturierter Forschung ist aus unserer Sicht unerlässlich, um den Betroffenen helfen zu können.

Wir persönlich hoffen darauf, dass sich Universitätskliniken mit Niedergelassenen im Austausch dafür einsetzen, den Betroffenen gemeinsam zu helfen.

Abschließend ist aus unserer Sicht noch zu erwähnen, dass eine therapeutische Aktivierung, wie sie bei anderen Krankheitsbildern oft wünschenswert und förderlich ist, bei “Post-Vakzin-Syndrom” (ebenso wie bei “Long-/ Post-COVID”), welches relevante Aspekte von ME/ CFS aufweist, zu einer signifikanten Verschlechterung und weiteren Chronifizierung führen kann.
Pacing ist daher sowohl bei “Post- und Long-COVID” nach Erkrankung als auch bei “Post-Vakzin-Syndrom” ein relevanter Bestandteil der Therapien, die wir anregen möchten.

Hier folgt in Kürze unser Kurz-Protokoll zu einer Annäherung an die Behandlung des Post-Vakzin-Syndroms…